Elektrobiologie                       

 
 Durch die Wahl spezieller Elektroinstallationsprodukte wie geschirmte Kabel, Leitungen, Schalter- und Verteilerdosen, Steckdosenleisten, Beleuchtungskörper, können Sie die Vorteile des elektrischen Stroms nutzen, ohne dass Sie sich den unerwünschten Strahlungseinflüssen aussetzen müssen.
 
Unsere elektrosmogarme Installationstechnik kann eine Erholung und Regeneration des vegetativen Nervensystems und damit eine spürbare Erhöhung der Lebensqualität bewirken. Eigens dafür haben wir ein foliengeschirmtes, halogenfreies Kabel gegen elektrische Wechselfelder entwickeln lassen.
    
Steckdosenleisten  Steckdosenleiste Alu Classic 4-fach mit Schalter  1 Stück  SFr. 73.00     
    Verlängerungskabel 3x1,0 Hf abgesch. grau T12 / 3m Kabel  1 Stück  SFr. 19.00
   
  Elektrosmog
Einleitende Worte zum Thema „Elektrosmog“
Sehr geehrter Interessent.
Auf den folgenden Seiten werden Ihnen eine Vielzahl von Produkten zum Schutz vor „Elektrosmog“ vorgestellt. Viele von Ihnen besitzen bereits fundierte Kenntnisse zu diesem Thema und benötigen wenig Unterstützung bei der Materialauswahl und Installation.  Um den weniger „Erfahrenen“ den Einstieg zu erleichtern, haben wir in unserem Hauptkatalog viele nützliche Informationen zum Thema, zu unseren Produkten und deren Verarbeitung  integriert.
Zu Beginn jedoch ein paar grundsätzliche Bemerkungen zum Thema „Elektrosmog“.
Was versteht man unter Elektrosmog „Elektrosmog“ ist eine volkstümliche Bezeichnung für die Gesamtheit aller künstlich erzeugten elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder und Wellen, die im Sinne einer Umweltverschmutzung Fauna, Flora und Menschen belasten.

Differenzierung
Man unterscheidet zwischen extrem niederfrequenten Magnetfeldern (ELF 0-30Hz), niederfrequenten (NF, <100 kHz) elektrischen oder magnetischen Feldern und hochfrequenten elektromagnetischen Wellen (HF, 100kHz bis 300 GHz).

Elektrische Wechselfelder (NF)
Niederfrequente elektrische Wechselfelder entstehen als Folge elektrischer Wechselspannungen in Installationen, verkabelten Wänden mit Leitungen zu den vorhandenen Lampen, Schaltern, sowie unter Spannung stehender Leitungen, Geräten, Steck- und Verteilerdosen mit Netzanschluss.
Elektrische Wechselfelder (NF) sind auch dann vorhanden, wenn kein Strom fliesst, kein Verbraucher angeschlossen und eingeschaltet ist.

Magnetische Wechselfelder (NF)
Niederfrequente magnetische Wechselfelder entstehen als Folge von fliessendem elektrischen Wechselstrom in Installationen, Leitungen, Geräten, Transformatoren, Motoren, Maschinen, Spulen, Drosseln, Leuchten… immer dann, wenn Endgeräte am 230V Wechselstromkreis aktiv sind.
Magnetische Wechselfelder (NF) entstehen immer nur dann, wenn elektrischer Wechselstrom fliesst, das heisst, wenn Verbraucher eingeschaltet sind.

Elektromagnetische Wellen (HF)
Elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz, HF) werden in der Regel drahtlos übertragen.
Sie entstehen immer dann, wenn Sendeanlagen wie Radio, Fernsehen, Mobilfunk, Radar, Richtfunk, Babyphone, schnurlose Telefone, drahtlose Funknetzwerke (W-LAN) in Betrieb sind.
Hochfrequente elektromagnetische Wellen (s. Licht) gehorchen den optischen Gesetzen wie: Reflektion, Beugung, Streuung und Interferenz. Sie besitzen zudem je nach Frequenz, Abstrahlcharakteristik der Sendeantenne und unterschiedlicher Eindringtiefe (z.B. in Baumaterialien) andere Ausbreitungseigenschaften. Der Ort der Entstehung (Quelle, Sendeantenne) lässt sich häufig noch einfach lokalisieren „man sieht den Sendemast“. Durch welche Ausbreitungsmechanismen diese Wellen jedoch dann in Gebäude oder Räume eindringen und sich dort verteilen, ist ohne Messung durch geschulte Spezialisten in der Regel nicht vorhersehbar.
Die Leistungsflussdichte (Strahlungsdichte) wird in Watt pro Quadratmeter (W/m²) angegeben. Die in der Baubiologie üblichen Leistungsflussdichten werden üblicherweise in µW/m² angegeben.
Die Strahlungsdichte nimmt zu oder ab durch z.B.:
- die Leistung der Sender
- Art, Aufbau und Ausrichtung der Sender
- Reflektionen der Strahlung in der näheren Umgebung
- Art, Aufbau und Abschirmeigenschaften des betroffenen Hauses
- Umwelt-, Landschafts- und Wettergegebenheiten
- Abstand zum Verursacher

Von hochfrequenten elektromagnetischen Wellen spricht man im Frequenzenbereich von ca. 100 Kilohertz (kHz) bis etwa 300 Gigahertz (GHz.). Direkt danach folgt der Frequenzbereich der infraroten (Wärme), sichtbaren (Licht) und ultravioletten Strahlung (UV), sowie der Röntgen- und Gammastrahlung.

Lösungsmöglichkeiten zur Reduzierung von elektromagnetischen Einflüssen

Schaltungstechnische Lösungen

Die beste Massnahme ist, felderzeugende Leitungssysteme einfach abzuschalten und vom Netz zu trennen. Hierzu wird in der Regel der betroffene Stromkreis und/oder Verbraucher bereits in der Unterverteilung (Sicherungskasten) automatisch durch „Netzfreischalter“ oder „Feldfreischalter“ oder manuell durch Funkschaltautomaten getrennt und somit ausgeschaltet.

Installationstechnische Massnahmen

Durch die Wahl spezieller Elektroinstallationsprodukte, wie geschirmter Kabel, Leitungen, Schalter- und Verteilerdosen div. Steckdosenleisten und Beleuchtungskörper, können Sie die Vorteile des elektrischen Stroms nutzen, ohne dass Sie sich den unerwünschten Strahlungseinflüssen aussetzen müssen. Selbst durch die geschickte Verlegung nicht geschirmter Leitungen in genügend grossem Abstand lassen sich bereits planerisch einfache Feldreduktionen realisieren.

Verwendung von Abschirmmaterialien

In den Fällen, in denen keine schaltungstechnischen oder installationstechnischen Massnahmen durchführbar sind, können in aller Regel mit grossem Erfolg Abschirmmassnahmen durchgeführt werden.

 

Schaltungstechnische Lösungen: „Netzfreischalter“, „Feldfreischalter“ oder „Netzabkoppler"

Wann immer es möglich ist, sollten Sie versuchen, unter Netzspannung stehende Leitungssysteme oder Verbraucher abzuschalten. Dieser Schaltvorgang erfolgt üblicherweise direkt im Sicherungskasten entweder manuell oder besser automatisch durch so genannte Feldfreischalter. Zum Schutz vor niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern, vorzugsweise in Schlaf- und Kinderzimmern ist dies die ideale und unkomplizierteste Lösung.

Netzfreischalter

Diese  Schaltautomaten  werden üblicherweise direkt im Sicherungskasten der Stromversorgung eingebaut und überprüfen permanent das angeschlossene Leitungsnetz auf Verbraucher. Wird Spannung benötigt, schalten sie das Netz zu; wird kein Strom benötigt, wird das Netz automatisch abgeschaltet. Die Kontrollleuchte in einer Steckdose des überwachten Netzes signalisiert, dass der Schaltautomat korrekt ein- und ausschaltet.

Kritische Verbraucher

Im Stromkreis installierte Dimmer, Leuchtstoffröhren, elektronische Trafos und Energiesparleuchten werden von den  meisten Feldfreischaltern (ausser NEFA 16-plus OMNI 2 / OMNI 3) nicht erkannt und nötigen deshalb den zusätzlichen  Einbau eines Grundlastwiderstandes (GLW).

Dauerverbraucher

Dauerverbraucher wie z.B. Radios, Fernseh- und Videogeräte, Elektrowecker, Bewegungsmelder…., verhindern das Abschalten durch den Netz- oder Feldfreischalter und  müssen aus dem überwachten Stromkreis entfernt oder abgeschaltet werden.
Beachten Sie bitte, dass das Abschalten dieser Verbraucher über eine Fernbedienung in den sog. „Standby“ Modus nicht ausreicht.  Die Stromaufnahme im „Stand-by“ Modus verhindert den Abschaltvorgang.

Installationstechnische Lösungen

In den meisten Wänden, Decken und Fussböden unserer Gebäude sind eine Vielzahl von spannungsführenden Elektroinstallationsleitungen verlegt. Diese und zudem alle frei verlegten Leitungen wie Verlängerungskabel, Steckdosenleisten, Zuleitungen zu Verbrauchern u.v.m. strahlen permanent niederfrequente elektrische Wechselfelder ab, auch wenn keine Ströme fliessen und alle Verbraucher ausgeschaltet sind. Diese Felder lassen sich entweder durch schaltungstechnische Massnahmen (Netzfreischalter“), durch die Verwendung von geschirmten Elektroinstallationsmaterialien (s.u.) oder die Verwendung von Abschirmmaterialien reduzieren.
Schutz durch geschirmte Elektroinstallation Durch die Verwendung geschirmter Elektroinstallationsleitungen (Mantel- oder Schlauchleitungen) lassen sich  besonders im Neubaubereich äusserst einfach und effektiv elektrische Wechselfelder reduzieren. Diese Leitungen werden konventionell angeschlossen und besitzen lediglich einen zusätzlichen Aluminiumschirm mit Beidraht der separat am Potentialausgleich (Erdung) angeschlossen wird. Dieser Beidraht wird immer einseitig auf der speisenden Seite der Leitung angeschlossen. Die Kabelschirmungen sind zwingend in Baumstruktur aufzubauen.

Kriechströme

Auf Grund unseres bestehenden, elektrischen Energieversorgungs-Systems, wird die Erdung nicht nur als Schutzleiter im Fehlerfall benützt. Da in diesem System Verbindungen zwischen Neutralleiter und Schutzleiter (Hausanschluss) hergestellt werden, fliessen auf unserem Erdungssystem so genannte Kriechströme. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von elektrischen Verbrauchern und Geräten auf dem Markt, welche selbst Kriechströme erzeugen.
Diese Kriechströme haben biologische Wirkungen zur Folge, weil dadurch magnetische Felder (NF und ELF) Entstehen.

Geschirmte Lampen und Leuchten.

Aufgrund der grossen räumlichen Nähe und der daraus resultierenden grossen Feldstärke ist die Verwendung geschirmter Beleuchtungskörper ratsam. Gut geschirmte Lampen und Leuchten besitzen nicht nur eine geschirmte Zuleitung, sondern auch geschirmte Leuchtmittel (Glühbirnen).

Geschirmte Arbeitsplätze.

An modernen Arbeitsplätzen sind in der Regel eine Vielzahl mit Netzspannung betriebener elektrischer Geräte wie Computer, Monitore, Drucker, Faxgeräte, Telefone und vieles mehr permanent in Betrieb und stehen  selbst im ausgeschalteten Zustand unter Spannung. Eine vollständige Schirmung aller Geräte ist derzeit ohne grossen Aufwand nicht möglich. In vielen Fällen müssen die Felder durch einen grösseren Abstand reduziert werden. Besonders einfach und äusserst effektiv ist jedoch, die Verwendung geschirmter Anschlussleitungen, Verlängerungskabel und Steckdosenleisten.
Strahlungsarme Büro- und Computerarbeitsplätze besitzen darüber hinaus eine geschirmte Beleuchtung (Arbeitsplatzleuchte siehe Lampenkatalog), geeignete Monitore und angepasste Telefonsysteme und natürlich keine Funknetzwerke (W-LAN).
Für das Aufstellen von Monitoren an einem PCArbeitsplatz empfehlen wir auf Prüfsiegel, wie das  der TCO-Norm, zu achten.
Obwohl die strengen  TCO-Prüfsiegel keine gesetzliche Anforderung sind, sind sie weit verbreitet. Selbst  gute preiswerte Bildschirme erfüllen einen TCO-Standard  – jedoch nicht immer den aktuellen.

TCO’99: Erweitert den Geltungsbereich auf die Kategorien Flachbildschirme, Kathodenstrahl-Monitore, Desktop- und Notebook-PC’s, Tastaturen und Drucker.

   Es beinhaltet nicht nur die Grenzwerte der TCO 95 für elektrische und magnetische Felder, sondern definiert auch weitere Richtlinien für Ergonomie und Emissionen. Drucker müssen u.a. auch Kriterien zu Staub- und OzonEmissionen erfüllen.

Verwendung von Abschirmmaterialien

In den Fällen, in denen keine schaltungstechnischen oder installationstechnischen Massnahmen durchführbar sind, können in aller Regel mit grossem Erfolg Abschirmmassnahmen durchgeführt werden.
Materialien zur Schirmung elektrischer Wechselfelder Niederfrequente elektrische Wechselfelder werden durchelektrisch leitfähige Materialien geschirmt. Das Abschirmvlies „Rubens Light“ (RL95) lässt sich beispielsweise hinter Rigips-, Fermazell-, Spanplatten oder ähnlichen Baumaterialien einsetzen. Elektrisch leitfähige Dispersionsfarben wie z.B. NSF34, lassen sich einfach auf geeigneten Untergründen wie: Tapeten, Rigipsplatten und Putzoberflächen verarbeiten. Der geschulte Baubiologe/Messtechniker erarbeitet mit Ihnen eine individuelle, Preisleistungsoptimierte Lösung und legt das gesamte Schirmkonzept fest.
Materialien zur Schirmung hochfrequenter elektromagnetischer Wellen Zur Schirmung hochfrequenter Strahlung stehen eine Vielzahl von Produkten zur Verfügung.
Das Spektrum reicht von Wandbeschichtungen, in Form von speziellen metallischen Geweben, Vliesen und Abschirmfarben. Diese Produkte lassen sich in höchst flexibler Weise einsetzen und kombinieren.
Beispiel:  Unter Putz verarbeitetes Glasseidengewebe „AES-STO“ oder „Adamantan10“, die die Abschirmung der Wände und Decken gewährleisten. Zur Ergänzung der Schirmfläche   kommen   nun  Gardinen  „SWSH-E“, „SWSH-N“ sowie „Topas“ oder auch in seltenen Fällen „Dali“ oder „Picasso“ vor den Fenstern zum Einsatz.
Besteht ein Fensterrahmen aus Aluminium, kann zur Schirmung der Glasflächen eine Fensterfolie eingesetzt werden. Kundenspezifische Sonderlösungen werden auch hier zusammen mit Ihrem beratenden Baubiologen und Messtechniker erarbeitet.

Schirmprinzip „Niederfrequente elektrische Wechselfelder (NF)“

Niederfrequente elektrische Wechselfelder besitzen  einen Feldanfang (Ursprung) durch die zum Beispiel unter Spannung stehende Leitung und ein Feldende, üblicherweise Flächen mit Erdpotential (O V ). Das Feld ist hierdurch geschlossen und räumlich begrenzt. Sind felderzeugende Leitungen in Wänden, Decken oder Fussböden verlegt und scheiden schaltungs- oder installationstechnische Massnahmen wie die Verwendung von Netzfreischaltern oder geschirmter Installationsmaterialien aus, so besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Schirmung betroffener Flächen (Prinzip s. Bild links). Durch  einfaches Verlegen und Verarbeiten elektrisch leitfähiger Tapeten, Vliese oder Dispersionsfarben und anschliessender fachgerechter Erdung werden die niederfrequenten elektrischen Wechselfelder wirkungsvoll geschirmt.
Schirmprinzip „Niederfrequente magnetische Wechselfelder (NF)“ Niederfrequente magnetische Wechselfelder entstehen als Folge von fliessendem Strom in Kabeln, Leitungen und elektrischen Verbrauchern. In unseren gegen elektrische Wechselfelder geschirmten Kabeln und Leitungen werden die Einzeladern noch zusätzlich gegenseitig verseilt. Diese Verdrillung bewirkt neben der notwendigen gleichmässigen Belastung der Phasen / Neutralleiterpaar (hinfliessender Strom = rückfliessender Strom) eine weitere, wirkungsvolle Reduktion der magnetischen Wechselfelder.
In seltenen Fällen kann durch den gezielten Einsatz magnetisch schirmender Bleche oder Folien das Magnetfeld reduziert werden. Die Durchführung dieser anspruchsvollen Massnahmen sollte jedoch Spezialisten vorbehalten sein.

Weitere Schutzmassnahmen sind:
- Abschalten der Verbraucher
- Vermeidung von Ring- oder Ausgleichsströmen
- Gleichmässige Belastung und parallele, enge Führung von Phase / Neutralleiter
-  Abstand zu Strahlungsquellen

Schirmprinzip „Hochfrequente elektromagnetische Wellen (HF)“
Hochfrequente elektromagnetische Wellen (HF) lassen sich entweder wie Licht durch Reflexion an elektrisch hochleitfähigen (meist metallischen) Flächen und/oder durch Absorption in geeigneten Stoffen (meist Baumaterialien) schirmen.

Reflektionsdämpfung

Bei diesem Dämpfungsprinzip wird die elektromagnetische Welle an elektrisch hochleitfähigen Materialien, wie speziellen Farben, Folien, Vliesen, Geweben und Tapeten, entsprechend den optischen Gesetzen, wie Sonnenlicht an einem Spiegel, reflektiert.

Absorptionsdämpfung

Bei diesem Abschirmprinzip wird die Energie der hochfrequenten  elektromagnetischen Welle im Absorbermaterial aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Ausgeprägte Absorbereigenschaften besitzen beispielsweise massive Baumaterialien wie Beton, Ziegel, Lehm o.ä., während Leichtbaustoffe wie Holz und viele Isolationsmaterialien nur geringeSchirmeigenschaften besitzen.

Raum- und Gebäudeschirmung

Zur Schirmung einzelner Räume oder ganzer Gebäude stehen eine Vielzahl von Produkten zur Verfügung. Bevor Sie sich  jedoch mit den Produkten und deren Anwendungsmöglichkeiten  befassen, sollten Sie sich Gedanken zu folgenden Fragen machen.  1.) Was wollen Sie reduzieren: Niederfrequente elektrische oder gar magnetische Felder, hochfrequente elektromagnetische Wellen?  2.) Wie hoch ist die tatsächliche Belastung? 3.) Woher kommt die Strahlung? 4.) Wie hoch ist Ihr persönliches Schutzbedürfnis? Gebäude besitzen eine Vielzahl von Öffnungen, Türen, Fenster und andere Bereiche, in denen Anschlussfragen bei der Verarbeitung von Schirmmaterialien zu bedenken sind. Ein gut ausgebildeter Baubiologe/Messtechniker oder Umweltanalytiker hilft Ihnen, diese Fragen zu beantworten und kosteneffektiv zu handeln. Ein gutes Produkt hilft Ihnen wenig, wenn es falsch eingesetzt wird.

Wände, Decken und Fussböden

Im Mietwohnungsbau werden zur Schirmung von Wand-, Decken- und Fussbodenflächen bevorzugt  elektrisch leitfähige Dispersionsfarben verwendet. Diese Produkte sind vergleichsweise preiswert und haben den Vorteil der einfachen, schnellen Verarbeitung. Sind die Flächen nicht tragfähig oder weisen gar Risse auf, werden in aller Regel technische Gewebe aus metallischen oder metallhaltigen Fasern oder Filamenten eingesetzt, wie z.B. das „Glasseidengewebe AES-STO“, das Polyestergewebe „Polyflex100“ oder das Spezialstahlgewebe  „Adamantan“. Durch den festen Einbau in die oben genannten Flächen sind diese Abschirmgewebe besonders geschützt und die Schirmmassnahme bleibt über Jahre, auch nach Renovierungen, erhalten. Der besondere Vorteil dieser technischen Gewebe ist die zusätzliche Putz- und Wandstabilisierung.

Fensterlösungen

Moderne Fenster mit Isolierverglasung sind in der Regel im Glasbereich meist ausreichend geschirmt. Für Hochfrequenz durchlässig sind aber Standardfensterrahmen aus Holz oder Kunststoff. Als nachträgliche Schutzlösung bietet sich hier beispielsweise die Montage spezieller Insektenschutzgewebe oder das Streichen der Rahmen mit speziellen Lacken an.

Heimtextilien / Gardinen
Eine elegante, einfache und schnelle Möglichkeit zur Schirmung von Fensteröffnungen ist die  Verwendung spezieller Gardinen.
In diesen Heimtextilien sind fast unsichtbare, hauchdünne Metallfäden eingearbeitet, die wie ein Spiegel auf  die einfallende elektromagnetische Welle wirken.  Die Gardinen müssen die Maueröffnung auf beiden Seiten mind. 20 cm überlappen. Hochfrequenz durchlässige Rollladenkästen sind ebenso zu bedenken wie die hinter Heizkörpern meist deutlich dünnere Mauerstärke des Gebäudes. In diesen Fällen sollten Sie raumhohe Gardinen vorsehen.  Zur Vermeidung von Schlitzen im Schirm, empfehlen wir Kappnähte bzw. Überlappungsnähte zu bevorzugen. Speziell, selbstklebende Fensterfolie („RDF“) erhöht in Kombination mit metallischen Fensterrahmen (Aluminium) die Schutzwirkung und bietet zudem einen manchmal gewünschten Sonnenschutz.

Bettbaldachine
In manchen Fällen sind aufwändige Schirmmassnahmen im Wand-, Decken- und Fensterbereich notwendig. Sie lassen sich häufig durch die Verwendung eines Hochfrequenz schirmenden  Bettbaldachins umgehen. Diese  besonders einfache Schutzlösung bietet den besonderen Vorteil des zusätzlichen Insektenschutzes. Bettbaldachine sollten  grundsätzlich sehr atmungsaktiv und besonders geräumig sein. Die Seiten sollten rundum auf dem Boden aufliegen. Falls in denen hochfrequente Strahlung durch Reflektion oder andere Mechanismen von unten in den Baldachin einstrahlt, müssen  zusätzlich schirmende Bodenmatten oder Teppichunterlagen verwendet werden.

Dachbereich
Im Dachbereich sollten aufgrund der  höheren bauphysikalischen Belastung (Wärme, Feuchtigkeit,….) besonders stabile und haltbare Systeme eingesetzt werden. Hier kommen in der Regel das Spezialstahlgewebe „Adamantan“, das Glasseidengewebe „AES-STO“ sowie das Kohlenfaservlies „Renoir“ zum Einsatz.

 Theorie / Praxis Messtechnik
Alle  Produkte werden laufend von unabhängigen Instituten geprüft und  die Qualität sichergestellt. Die in den Prüfberichten und unseren Prospekten dargestellten  Schirmdämpfungen sind die im Labor maximal erreichbaren Werte. Bitte beachten Sie, dass in der baulichen Praxis diese optimalen Grenzwerte sehr selten erreicht werden. Um das mögliche Höchstmass einer Abschirmmassnahme zu erreichen, empfehlen wir Ihnen eine betreuende Messung (NF und HF) durch Spezialisten. Diese  Fachberater (Messtechniker) erfassen die Frequenzen der einfallenden Strahlung mit den dazugehörigen  Intensitäten und Einstrahlungsrichtungen. In einem  Gutachten werden die Ergebnisse dokumentiert und detaillierte Schutzmassnahmen empfohlen.

Erdungs-, Sicherheitsvorschriften
Zum Schutz gegen gefährliche Körperströme müssen nach VDE fremde leitfähige Teile oder Betriebsmittel, die fest mit dem Gebäude verbunden  sind, in den Potentialausgleich (Erdung) einbezogen werden. Weitere Schutzmassnahmen (z.B. Abstand, Isolation, Hindernisse…) sind vor allem bei der  Verarbeitung von elektrisch leitfähigen Abschirmmaterialien sinnvoll, besonders dann wenn sie grossflächig verarbeitet und stromtragfähig sind, und sollten das Schutzkonzept vervollständigen. Hierzu gehört vor allem der  Einbau eines Fehlerstromschutzschalters (I<30 mA) in alle Elektroinstallationskreise, die  aufgrund der räumlichen Nähe einen Kurzschluss mit der Schirmfläche verursachen können. Diese Schutzmassnahmen, insbesondere die Erdung, dürfen nur von  autorisierten Fachkräften (z.B. Elektriker) durchgeführt werden.
Die Ableitung (Erdung) muss nach den anerkannten Regeln der Technik durchgeführt werden. Neben den gültigen DIN/VDE Normen sind noch die Vorgaben des örtlichen Energieversorgers zu beachten

Feldfreischalter / Netzfreischalter
Allgemeines zu Feldfreischalter / Netzfreischalter NF (Niederfrequenz)  Stand 01.01.2011 Allgemeines zu Feldfreischaltern Feldfreischalter („Netzfreischalter“) werden üblicherweise im Sicherungskasten der Stromversorgung eingebaut. Sie schalten immer dann das Netz ab, wenn kein Strom fliesst, d.h. wenn keine Verbraucher eingeschaltet sind. Eine Kontrollleuchte signalisiert, dass Ihr Feldfreischalter korrekt ein- und ausschaltet. Dauerverbraucher Dauerverbraucher wie z.B. Radios, Fernseh- und Videogeräte, Elektrowecker, Antennenverstärker u.v.m., sowie die in vielen Haushalten versteckten Trafos, verhindern das Abschalten durch den Feldfreischalter und  sollten aus dem überwachten Stromkreis  entfernt oder abgeschaltet werden.

Dimmer
Leuchtstoffröhren, elektronische Trafos Im Stromkreis installierte  Dimmer,  Leuchtstoffröhren, elektronische Trafos oder  Energiesparlampen werden von Feldfreischaltern (Ausnahme OMNI II) meist  nicht erkannt und benötigen deshalb den zusätzlichen Einbau eines Grundlastwiderstandes (GLW). Diese sind im Lieferumfang bereits enthalten  (ausser bei OMNI 2  + OMNI 3).

Welcher Feldfreischalter in welcher Situation?  
Für Standartinstallationen ohne Dauerverbraucher und Dimmer o.ä. ist der äusserst langlebige und robuste  NEFA 16-plus 1P / Standart zu empfehlen. Sind im überwachten Stromkreis Dimmer oder andere nicht-ohmsche Verbraucher (s.o.) vorhanden und soll  auf den Einbau eines Grundlastwiderstandes verzichtet  werden, dann entscheiden Sie sich sicher für den NEFA 16-plus OMNI 2 oder NEFA 16-plus OMNI 3 Muss zusätzlich zu Phase noch der Neutralleiter  abgeschaltet werden, sollten Sie den 2-poligen NEFA 16-plus 2P wählen.
In allen Situationen, in denen vorhandene Dauerverbraucher nicht entfernt werden können, ist der NEFA 16-plus F/1 (Funkfernschalter) anzuwenden.